Viel wurde im März dieses Jahres über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich geschrieben. Die Gutmenschen ergaben sich in endlosen Gedenkveranstaltungen und nicht enden wollenden Schuldbekenntnissen, Vertreter israelitischer Organisationen wurden nicht müde, ständig daran zu erinnern, dass Österreich sich “seiner Verantwortung” stellen müsse und eine “Wiedergutmachung eigentlich nicht möglich sei.”
Ja, das verbliebene deutsche Restvolk in Österreich soll sein Nest weiterhin selbst beschmutzen, sich selbst besudeln, Buße tun, vor allen Dingen finanziell an den Staat Israel, für Verbrechen, die lange vor der Geburt der heutigen Generation geschehen sind und von denen sich bereits in den letzten Jahren nicht nur eines als Geschichtsfälschung und Lüge herausgestellt hat. Wem fällt dabei nicht spontan der sowjetische Massenmord an polnischen Offizieren im Wald von Katyn ein, der der Welt jahrzehntelang als “deutsches Verbrechen” verkauft wurde?
Wieder einmal wurden die Menschen, die damals in Österreich lebten als glühende Nazis, blutrünstige und judenfeindliche Bestien dargestellt, als Ausgeburt der Hölle.
Die wenigen kritischen Gegenstimmen wurden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen oder als “neonazistisch” und “rechtsextrem” gebrandmarkt und mundtot gemacht.
Die historische Wahrheit passt nämlich nicht in das Geschichtsbild der Umerzieher und jener Umerzogenen, die, so scheint es, vor allen Dingen im roten und grünen Lager der heimischen Politik sowie in der Glaubensvertretung der Jünger mosaischen Glaubens zu finden sind.
Die Wahrheit ist nämlich, dass sich die Bewohner Österreichs 1938 mehrheitlich ihrem Brudervolk im Kernreich zugehörig fühlten. Bereits nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, 1918 strebte man den Anschluss an Deutschland an, was von den alliierten Siegermächten verboten wurde. Die neugegründete Republik trug nicht zuletzt deshalb den Namen “Deutsch-Österreich”, weil das Volk seiner Zugehörigkeit zum deutschen Volks- und Kulturraum Ausdruck verleihen wollte. Auch das wurde von den Siegermächten untersagt.
Schon vor 1938 hatte es Volksabstimmungen gegeben, in denen sich die Menschen mehrheitlich für einen Anschluss an Deutschland ausgesprochen haben. Dieses Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde von den Alliierten mit Füßen getreten, ein Anschluss verweigert.
Als am 12. März 1938 der Reichskanzler des Deutschen Reiches, Adolf Hitler, den Eintritt seiner Heimat in das Deutsche Reich verkündete, war die Begeisterung dementsprechend groß. Zwanzig Jahre hatten die Deutschösterreicher auf diesen Moment gewartet. Sämtliche politische Parteien, mit Ausnahme der Kommunisten, waren für den Anschluss, hatten ihn in ihren Parteiprogrammen stehen. Auch die katholische Kirche befürwortete diesen.
Unzählige Menschen, die den Anschluss positiv sahen, waren bei weitem keine begeisterten Nationalsozialisten. Sie waren Deutsche, für die dieses Ereignis nichts weiter war, als die Einigung zweier deutscher Länder, die längst überfällig gewesen war. Als nunmehrige Bürger des Deutschen Reiches dienten sie im 1939 begonnenen Völkerringen getreu ihrem Fahneneid in der Deutschen Wehrmacht und anderen Verbänden. Im Wesentlichen anständig und diszipliniert. Grausame Kriegsverbrechen, wie sie ebenfalls von den Alliierten begangen wurden, bestätigen auch hier die Regel. Die Shoa, deren Singularität in der Historie unbestritten ist, nicht zuletzt deshalb, weil das Strafgesetzbuch sowohl in Österreich als auch der BRD dies so zu sehen quasi „verordnet“, und von dieser Sichtweise abweichende Personen zu hohen Haftstrafen verurteilt werden, was übrigens einen klaren Verstoß gegen den Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention darstellt, konnte wohl von kaum einem Menschen in ihrem vollen Umfang vorausgesehen werden, weshalb der Masse der einfachen Frontsoldaten, die vom ganzen Ausmaß dieser menschlichen Tragödie nichts mitbekommen konnten, hier kein Vorwurf gemacht werden darf.
Österreich sollte deshalb endlich aufhören, seine Kriegs-, Aufbau- und Erlebnisgeneration schlecht zu machen und ihr stattdessen Anerkennung und Respekt zollen, sämtliche Wiedergutmachungszahlungen an Israel einstellen und sich stolz zu seiner deutschen Vergangenheit und zu seinen Wurzeln bekennen.
Kriegsverbrecher sind indes unnachgiebig zu bestrafen, allerdings unter der Prämisse, dass dies auch für die Täter der ehemaligen Siegermächte gilt. Und derer gibt es reichlich.
Noch ist es dafür nicht zu spät.
Mag. Ruprecht Weibauer