Ewig ist der Toten Tatenruhm
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Am 11. November 2007 fand das alljährliche Totengedenken des „Vereins zur Pflege des Grabes Walter Nowotny“ am (Ehren-) Grab von Major Walter Nowotny am Wiener Zentralfriedhof statt. Dieser wurde gegründet, nachdem im Jahr 2003 mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit im Wiener Rathaus der letzten Ruhestätte des gefallenen Fliegers der Status als „Ehrengrab“ aberkannt worden war.
Unter widrigsten Wetterbedingungen und Schneetreiben erwiesen rund 200 Teilnehmer – darunter auch zahlreiche Angehörige der Kriegs- und Erlebnisgeneration – dem gefallenen Helden die Ehre. Die Totenrede hielt Walter Graf, Obmann des Kameradschaftsbundes Spitz an der Donau. Unter anderem wurde in der Ansprache die „Kulturlosigkeit“ der Stadt Wien, die ja für die Aberkennung des Ehrengrabes verantwortlich zeichnet, deutlich angeprangert. Der „Fliegermarsch“ und das „Lied vom guten Kameraden“ wurden gespielt. Abordnungen heimattreuer Verbände und Patrioten legten Kränze nieder.
Major Walter Nowotny fiel am 08. November 1944 im Alter von 23 Jahren, 1 Monat vor seinem 24. Geburtstag im Kampf gegen alliierte Terrorbomber, als er – trotz Startverbots – einem bedrängten Kameraden zu Hilfe eilte. Sein Abschusskonto verzeichnete zu diesem Zeitpunkt 258 bestätigte sowie 23 unbestätigte Abschüsse, 3 davon auf dem neuen Düsenjäger, der Me 262.
Der tapfere junge Flieger, dessen Selbstlosigkeit, Treue, Einsatz- und Opferbereitschaft der heutigen Jugend leuchtendes Vorbild und Verpflichtung zugleich sind, war Träger höchster deutscher wie ausländischer Tapferkeitsauszeichnungen, darunter das finnische Freiheitskreuz I. Klasse, das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse sowie das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillianten.
Arne Stahl