Nach dem Tod von Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim gab es vor allen Dingen aus dem linken Lager und aus den Reihen seiner offensichtlich bis heute unversöhnlichen Gegner, die bereits im Jahre 1986 maßgeblich an er Hetzkampagne gegen ihn beteiligt waren, Stimmen, dass Dr. Waldheim kein Staatsbegräbnis erhalten sollte. Diese Unversöhnlichen ignorierten damit explizit Waldheims letzte Bitte, auch „meine Gegner mögen mir Versöhnung gewähren.“
Der freiheitliche Mandatar Andreas Mölzer erklärte hierzu in einer Presseaussendung:
Ableben des Altbundespräsidenten lässt alte anti-österreichische Ressentiments wieder aufleben
Sein tiefes Bedauern über das Ableben des Altbundespräsidenten Kurt Waldheim bringt EU-Abgeordneter Andreas Mölzer gegenüber dem freiheitlichen Pressedienst zum Ausdruck: „Mit Kurt Waldheim ist ein Stück österreichischer Geschichte von uns gegangen – ich darf der Witwe und seiner Familie mein Beileid übermitteln,“ so Mölzer. Der Tod des Altpräsidenten ließe aber auch alte Ressentiments gegenüber Österreich wieder aufleben, die Kampagne gegen Waldheim im Jahre 1986 könne man durchaus als Vorspiel zu den EU-Sanktionen gegen die Republik im Jahre 2000 werten, meint der EU-Parlamentarier: „Ich habe damals miterlebt, wie automatisiert die Weltöffentlichkeit auf den ehemaligen UN-Generalsekretär losgegangen ist, eine Weltöffentlichkeit, die Jahre später genauso automatisiert auf Österreich mit der Faschismuskeule eingeprügelt hat.“
„Peinlich ist vor allem die Überlegung seitens gewisser Personen im Lande, die ein Staatsbegräbnis für Waldheim in Frage stellen, weil sie offensichtlich Angst vor US-amerikanischer oder israelischer Rüge haben“, kritisiert Mölzer vor allem Exponenten der heimischen Linken. „Auch wenn Waldheim einen in gewisser Weise opportunistischen Umgang mit seiner eigenen Biographie gepflegt hat, so hat er doch – wie ein Großteil seiner Generation – im Krieg schlichtweg seine Pflicht getan,“ meint Mölzer und fordert ganz klar: „Auch wenn ich damals, im Jahre 1986, nicht Kurt Waldheim, sondern Otto Scrinzi gewählt habe – der Altbundespräsident Waldheim hat mit allen Ehren beigesetzt zu werden und es ist ihm selbstverständliche ein Staatsbegräbnis zu gewähren.“
Das „staatliche Begräbnis“ für Dr. Kurt Waldheim findet am kommenden Samstag, 23. 06. 07, um 14 Uhr auf dem Wiener Zentralfriedhof statt. Dort wird er mit militärischen Ehren in der Präsidentengruft beigesetzt werden.